07.jpg

Ruhe-EKG

Bei einem Ruhe-EKG werden im Liegen durch Anlegen von insgesamt 10 Elektroden an genau definierter Stelle die Herzströme abgeleitet. Das Ruhe-EKG stellt eine der einfachsten aber weiterhin unerlässlichen Untersuchungen dar, insbesondere können damit bereits Hinweise auf eine aktuelle Rhythmusstörung, einen abgelaufenen Herzinfarkt oder auch andere Erkrankungen zum Beispiel von Herzmuskel und Herzklappen gefunden werden.

Belastungs-EKG

Bei dieser Untersuchung werden Sie auf einer Art Hometrainer so lange belastet, bis Sie entweder Ihre Leistungsgrenze erreicht haben oder aber medizinische Kriterien den Abbruch der Belastung notwendig machen. Dazu zählen unter anderem das Auftreten von ernsthaften Rhythmusstörungen, Anzeichen einer Herzdurchblutungsstörung oder zu hohem Blutdruck. Während der Untersuchung erfolgt über 10 Elektroden die lückenlose Überwachung von Herzrhythmus und weiteren EKG-Veränderungen sowie die Kontrolle des Blutdruckes durch Messungen in 1- bis 2-Minuten-Abständen. Die Untersuchung erfolgt aus Sicherheitsgründen in Anwesenheit eines Arztes. Für diese Untersuchung sollten Sie in der Lage sein, sich ausreichend auf dem Velo zu belasten. Krankheiten von Seiten der Gelenke, des Rückens aber auch der Lunge sowie eine Durchblutungsstörung an den Beinen können es daher gelegentlich notwendig machen, eine andere Belastungsmethode zu wählen.

Stressechokardiographie (dynamisch und medikamentös)

Bei der dynamischen Stressechokardiografie handelt es sich um eine Untersuchung, bei der Sie gleich wie bei dem Belastungs-EKG auf einem Fahrrad sitzend belastet werden, wobei zusätzlich die Aussagekraft mittels Echokardiografie verbessert wird. Diese erlaubt nämlich eine Durchblutungsstörung zu lokalisieren und in ihrer Grösse abzuschätzen, was wiederum für das weitere Vorgehen von entscheidender Bedeutung ist. Auch bei dieser Untersuchung sollten Sie gut die Pedale gegen Widerstand treten können.
Bei Patienten, die sich nicht auf dem Fahrrad belasten können, kann eine medikamentöse Stressechokardiografie durchgeführt werden. Dabei wird Ihnen über eine in einer Armvene platzierte Kanüle ein Medikament mittels Infusion zur Stimulierung der Herzens eingeflösst. Die Dosis dieses Medikamentes (Dobutamin) wird dabei stufenweise erhöht, bis das Ziel (Erreichen der vorgegebenen Herzfrequenz und /oder Auftreten von Symptomen) erreicht ist. Da diese Substanzen innert kürzester Zeit im Körper abgebaut werden, muss sie über eine Infusion gegeben werden, dafür ist sie bereits wenige Minuten nach Beendigung der Infusion vollständig abgebaut.
Bei beiden Arten der Stressechokardiografie ist die Anwesenheit einer medizinischen Praxisassistentin erforderlich, damit sich der Arzt auf die wesentlichen diagnostischen Abklärungen konzentrieren kann.

Entscheidend für eine gute Aussagekraft der Stressechokardiografie ist allerdings eine gute Bildqualität. Sollte diese ungenügend sein, ist eine andere Methode wie eine Myokardperfusionsszintigrafie oder eine MRI-Untersuchung vorzuziehen. Gelegentlich kann die Qualität auch mittels Kontrastmittel verbessert werden.

Myokardperfusionsszintigraphie (Im Röntgeninstitut Imamed)

Für diese Untersuchung benötigt man technisch aufwendige Apparate (Gamma-Kammeras) sowie die Erlaubnis mit radioaktiven Substanzen zu hantieren. Entsprechend biete ich diese Untersuchungsmöglichkeit in Zusammenarbeit mit dem Röntgeninstitut Imamed an der Sternengasse in Basel an. Während der Fahrradbelastung bin ich jeweils anwesend, während die weiteren Ruheaufnahmen wenige Stunden später meine Anwesenheit nicht mehr erfordert. Nachfolgend die Patienteninformationen auf Deutsch, Italienisch und Englisch für die Myokardperfusionsszintigraphien:

pdf MPS deutsch pdf MPS englisch pdf MPS italienisch

010203

Transthorakale Echokardiographie

Bei der transthorakalen Echokardiografie handelt es sich um eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Bei jeder Untersuchung werden alle vier Herzklappen auf ihre Funktion überprüft, es wird die Funktion aller Herzhöhlen gemessen sowie nach Narben als Hinweis auf einen durchgemachten Herzinfarkt gesucht. Da das Herz die Pumpe des Kreislaufes darstellt, lassen sich durch Flussmessung und Bewegungsmessungen recht gut die Herzklappen und die Muskelfunktion beurteilen. Da hierbei keine radioaktiven Strahlen zum Einsatz kommen, ist diese Untersuchung insbesondere für den Langzeitverlauf der meisten Herzerkrankungen wie nach Klappenoperationen oder bei Herzklappenfehlern sowie während Schwangerschaften ideal einsetzbar.
Sie liegen während der Untersuchung auf der linken Körperseite, da damit das Herz näher an die Brustwand kommt und die Lunge, welche keine Ultraschallwellen durchlässt, verdrängt wird.

24-Stunden-Blutdruck

Da die in der Sprechstunde erhobenen Blutdruckwerte häufig nicht dem tatsächlichen Alltagsblutdruck entsprechen, sollte vor jedem Beginn einer meist chronischen Behandlung eine exakte Diagnose gestellt werden. Hierbei ergibt die 24-Stunden-Blutdruck-Messung gemäss diverser Studien die besten Resultate. Es wird dabei ein ca. 200 Gramm schweres und kleines Gerät an einem Gurt um den Bauch unter der Kleidung montiert und mit einer Druckmanschette am (meist linken) Oberarm verbunden, so dass in der Regel Alltagsarbeiten normal verrichtet werden können. Sowohl die Manschette als auch das Gerät können dabei unsichtbar unter der Kleidung versteckt werden. Messungen erfolgen in der Regel tags alle 20 Minuten und nachts alle 45 Minuten, damit eine genügend grosse Anzahl Messungen vorliegen, um diverse statistische Auswertungen vornehmen zu können. Das Resultat wird in der Regel direkt beim Abnahmetermin mit Ihnen besprochen. Genaue Instruktionen erhalten Sie durch die medizinische Praxisassistentin, die Ihnen das Gerät anlegt.

Langzeit-EKG

Ein Gerät von ca. 180 Gramm nimmt bei dieser Untersuchung in der Zeit, während der der Patient das Gerät trägt, kontinuierlich das EKG auf. Zur EKG-Registrierung werden dabei 4 Elektroden am Brustkorb gut fixiert und mit dem Aufnahmegerät verbunden, das an einem Bauchgurt unter der Kleidung getragen wird. So ist das Gerät praktisch von aussen nicht sichtbar. Je nach Fragestellung kann eine Aufnahmezeit von 24 Stunden oder über 48 resp. 72 Stunde, maximal bis 7 Tage indiziert sein. Während dem Tragen des Gerätes kann nicht geduscht werden. Bei längerer Aufnahmezeit kann der Patient zum Duschen die Elektroden wechseln und danach wieder selber anbringen, entsprechende Elektroden werden dann von uns mitgegeben. Genaue Instruktionen erhalten Sie durch die medizinische Praxisassistentin, die Ihnen das Gerät anlegt.
Nach der Beendigung der Aufnahme erfolgt die Interpretation am Computer.

Event-Recorder (R-Test)

Die Aufzeichnung mit dem Event-Recorder, dem sogenannten R-Test, dient vor allem zur Erkennung seltener Rhythmusstörungen, da damit die Rhythmusüberwachung in der Regel über 7 Tage durchgeführt wird. Das Gerät ist so ausgelegt, dass ein Minimum an Gewicht und Verkabelung (es sind nur 2 Elektroden nötig) ein Maximum an Information liefert. So wird der Rhythmus nur gemäss den individuell über den Computer festgelegten Kriterien überwacht und kann je nach zu erwartendem Problem verschieden festgelegt werden. Eine Elektrode wird über dem Brustbein, die andere am Nacken oder unterhalb der linken Brust angeklebt. Auch bei dieser Untersuchung darf der Patient während der Aufnahmezeit nicht duschen. In der Regel wird eine Kontrolle in der Halbzeit der Aufnahme vereinbart, damit schlecht haftende Elektroden ersetzt und die Aufnahmequalität überprüft werden kann. Sollte dabei die erforderliche Information von ärztlicher Seite bereits zu erkennen sein, kann gelegentlich auch die Aufnahme vorzeitig abgebrochen werden. Die Auswertung erfolgt am Computer.

Laborbestimmungen

Laborbestimmungen werden nur durchgeführt, sofern sie klinisch von Bedeutung sind und nicht bereits aktuelle Werte bei der Zuweisung vorliegen. Meist handelt es sich dabei um die Bestimmung der klassischen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Blutzucker und Cholesterin. Gelegentlich muss zur Kontrolle der Blutverdünnung der sogenannte Quick bestimmt werden. Gewisse Situationen erfordern zusätzliche Laborwerte: Zum Ausschluss oder Nachweis eines akuten Herzinfarktes können zum Beispiel die entsprechenden Herzenzyme (CK-MB, Troponin), bei Frage nach Lungenembolien und tiefer Venenthrombose D-Dimere und zur Therapieoptimierung Kalium und Nierenfunktion mittels Kreatinin bestimmt werden.

<< zurück